Schlaf

Temporäres Objektlabor Schlaf

Die letzte Ausgabe des 3ioS-TOL zum 3. S, den Schlaf, fand während des Sommersemesters statt. In interdisziplinärer Zusammenarbeit und im Austausch mit interessierten Besucher_innen beforschten wir unter anderem die EEG-Geräte der Historischen Medizintechnischen Sammlung. Ein integraler Bestandteil des 3. TOL war das Seminar "Kultur|Techniken des Schlaflabors", in dem einige Geräte der Sammlung (wieder)instandgesetzt wurden und Sammlungsobjekte nach ihren Verbindungen zu aktuellen Praktiken der Schlafoptimierung befragt wurden. Das TOL führte uns zu interessanten und oft unerwarteten Fragen. So erforschten wir die Therapieform des Elektroschlafs, wir befragten zentrale Punkte der Schlafforschung nach den eingesetzten Geräten und wir diskutierten, in welchen Schlafforschungen die Geräte der Historischen Medizintechnischen Sammlung möglicherweise eingesetzt worden sind.

Der Schlafsalon

Die letzte 3ioS-Forschungsphase zum Thema Schlaf wurde am 11. September 2026 mit dem Schlafsalon beschlossen. Dieser Bestand aus einer Ausstellung zum Thema Schlaf und einem Abendvortrag von Svenja Reinhardt. Da der Schlafsalon in die von 3ioS und der Gesellschaft für Universitätssammlungen organisierte Sammlungstagung eingebettet war, erfreute sich die Veranstaltung besonders starkem Zulauf.

Wie schon der Stresssalon profitierte der Schlafsalon von der gemeinsamen Arbeit mit Studierenden. Die Stationen wurden im Rahmen des Semiars "Kultur|Techniken des Schlaflabors" im Sommersemester erarbeit. Ein zentraler Bezugspunkt waren die zum Teil im Seminar (wieder)instandgesetzten EEG-Geräte der Sammlung, die in der Raummitte ein Dreieck bildeten. Weitere Stationen thematisierten spezielle Schlafsituationen im Krankenhaus, das Schlaflabor und die heute fast vergessene Therapieform des Elektroschlafs.

Der digitale Schlafsalon

Abendvortrag "Das EEG und der Umgang mit epistemischer Prekarität in der Schlafmedizin" von Svenja Reinhardt

Der zweite Teil des Schlafsalons wurde bei einem Empfang von Theresa Stampfer und Clemens Stampfer eröffnet. Im Anschluss hielt Dr. Svenja Reinhardt vom Institut für Medizingeschichte und Wissenschaftsforschung der Universität zu Lübeck einen Vortrag mit dem Titel "Das EEG und der Umgang mit epistemischer Prekarität in der Schlafmedizin". In ihren vertiefenden Ausführungen zur Geschichte und Soziologie der Polysomnographie knüpfte sie an mehreren Stellen an die Ausstellung an.