Der synthetische Schlaf


Ausstellungsansicht Station "Der synthetische Schlaf". Foto: Cora Kunz

Bis ins ausgehende 19. Jahrhundert bezeichnete der Begriff „Schlafmittel“ in der Ratgeberliteratur noch unterschiedlichste Dinge, die zu einer schnelleren und erholsameren Nachtruhe führen sollten, z.B. Morphium aber auch Bier oder einen Abendspaziergang. Ab dem 20. Jahrhundert verstand man darunter zunehmend eine wachsende Anzahl von Schlafmedikamenten.

Die Entwicklung und Vermarktung synthetischer Schlafmittel versprach Erleichterung für Menschen, die an Schlaflosigkeit litten. Gemeinsam mit den "Wachmachern" dienten Schlafmedikamente auch zur Kontrolle und Optimierung der Leistungsfähigkeit. 

Die Frage blieb, ob der pharmazeutisch kontrollierte Schlaf denn überhaupt wie der "natürliche" Schlaf wirkt. William Dement, der oft „Vater der Schlafmedizin“ des 20. Jahrhunderts genannt wird, definierte Schlaf sogar über die Abgrenzung zum medikamentösen Schlaf, Koma, Hypnose oder Anästhesie. 


Detailansicht Station "Der synthetische Schlaf". Foto: Cora Kunz 

Detailansicht Station "Der synthetische Schlaf". Foto: Cora Kunz

Der digitale Schlafsalon