EEG-Geräte


Ausstellungsansicht. Foto: Dominique Merdes

In der Mitte des ersten Ausstellungsraums waren die drei großen EEG-Geräte der Sammlung in einer Dreieckskonstellation angeordnet.


BIOSCRIPT BST 1. Foto: Dominique Merdes

BIOSCRIPT BST 1

Der BIOSCRIPT BST 1 ist ein fahrbarer Elektroenzephalograph zur Untersuchung der elektrischen Aktivität des Gehirns, der in den 1970er Jahren vom Messgerätewerk Zwönitz hergestellt wurde. Die Werbeunterlagen des BST 1 preisen seine kompakte Bauweise, seine Beweglichkeit und die flexiblen Einsatzmöglichkeiten.

Der Elektroenzephalograph konnte bis zu zehn Messkanäle gleichzeitig aufzeichnen. Neben acht EEG-Kanälen registrierte er auch Herzschlag, Atmung, Puls oder Muskelaktivität. Ein weiterer Kanal ermöglichte die manuelle Markierung von Ereignissen, etwa bei einer Lichtstimulation. Die Messwerte wurden direkt auf Registrierpapier aufgezeichnet.

Einsatzgebiete waren unter anderem die neurologische Diagnostik, Neurochirurgie und Intensivmedizin. Das Gerät war an der Medizinischen Akademie Magdeburg im Einsatz und vermittelt heute einen Eindruck von der neurologischen Funktionsdiagnostik der 1970er Jahre.


BIOSCRIPT BST 2100. Foto: Dominique Merdes

BIOSCRIPT BST 2100

Der BIOSCRIPT BST 2100 ist ein Elektroenzephalograph. Das Gerät wurde vom VEB Messgerätewerk Zwönitz entwickelt und produziert und gehörte zum Warenzeichenverband Rundfunk- und Fernmeldetechnik (RFT). Das Modell entstand in der DDR und wurde bereits 1985 auf der Leipziger Frühjahrsmesse für sein Design mit einer Goldmedaille ausgezeichnet.

Der BST 2100 diente der Aufzeichnung und Auswertung der elektrischen Hirnaktivität. Als Steuereinheit wurde der in der DDR entwickelte Mikroprozessor vom Typ U880 verbaut. Der BIOSCRIPT verfügte hierdurch über Programme zur automatischen EEG-Analyse – eine medizintechnische Neuheit innerhalb der DDR.

Das Messgerätewerk Zwönitz nahm Ende der 1980er Jahre die Produktion auf, lieferte jedoch nur wenige Geräte aus. Dieses Exemplar wurde Ende der 1980er Jahre produziert und an der Medizinischen Akademie Magdeburg eingesetzt.


Mingograf EEG 16. Foto: Dominique Merdes

Mingograf EEG 16

Bei diesem Objekt handelt es sich um einen 16-Kanal-Elektroenzephalographen des Modells Mingograf EEG 16. Es diente der Messung und Aufzeichnung der elektrischen Aktivität des menschlichen Gehirns. Die über Elektroden abgeleiteten Hirnströme wurden mithilfe von Flüssigkeitsstrahl-Galvanometern verstärkt und direkt auf Registrierpapier aufgezeichnet. So entstand ein Kurvenbild, das die Beurteilung der Hirnaktivität ermöglichte.

Der Mingograf wurde ab Ende der 1950er Jahre in Schweden gefertigt. Die Elema-Schönander AB war eine schwedische Tochtergesellschaft der Siemens-Reiniger-Werke und entwickelte und produzierte eigene Geräte wie Herzschrittmacher und den Mingograf. 

In Deutschland wurden die Geräte durch die Siemens-Reiniger-Werke vertrieben. In den 1980er Jahren kam dieses Exemplar an der Medizinischen Akademie Magdeburg zum Einsatz. Die Firma Elema-Schönander AB ging später in der Siemens AG auf.

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