"Ungesund und ineffizient" sei der Acht-Stunden-Nachtschlaf. Statt das "Unheil" des Schlafmangels zu beklagen, solle man besser über den schlafbedingten "Mangel an Zeit, Vitalität und Chancen" sprechen, so schrieb der Großindustrielle und Erfinder der Glühbirne Thomas Edison 1921 in sein Tagebuch.
Das elektrische Licht, das uns am Handybildschirm mittlerweile bis ins Bett begleitet, ist nur eine von vielen Technologien, die im Zusammenhang mit kulturellen, politischen und wirtschaftlichen Entwicklungen seit dem 20. Jahrhundert die vermeintlich natürliche Konstante des Schlafs neu definieren.
Vor allem medizinische Messtechnologien wie das EEG spielten und spielen hierbei eine wichtige Rolle. Ob im Schlaflabor oder in Alltagstechnologien wie Wearables und Sleep Apps, die Quantifizierung unbewusster körperlicher Prozesse versprach und verspricht neues Wissen und damit neue Formen des Zugriffs, der Verbesserung und der Nutzbarmachung von Schlaf zu ermöglichen.