Schlaf auf Knopfdruck

Die Station wurde im Rahmen des Schlafseminars im Sommersemester von Studierenden erarbeitet.


Station Schlaf auf Knopfdruck. Foto: Cora Kunz

Mit dem "Elektroschlaf" verfolgten Forscher*innen der Sowjetunion ab 1947 eine Alternative zur Schlaftherapie mit Medikamenten, die zum Teil starke Nebenwirkungen hervorriefen.

Wie andere Formen der Schlaftherapie beruhte der Elektroschlaf auf Pawlows Hemmungstheorie. Über Elektroden am Kopf wurden schwache, rhythmische elektrische Impulse zugeführt, die einen schlafähnlichen Zustand beziehungsweise eine „Schutzhemmung“ des Gehirns fördern sollten.

Trotz ausbleibender Erfolge dieser Art von Schlafinduktion wurde weltweit jahrzehntelang weiter daran geforscht – ein Zeugnis der Spannungen zwischen technischem Fortschrittsglauben, Sensationalisierung von Forschungsergebnissen, ideologischen Einflüssen und wissenschaftlicher Evidenz.

Der digitale Schlafsalon