Schaudepot


Das Schaudepot. Foto: Cora Kunz

Durch die Entwicklung integrierter elektronischer Schaltkreise in den 1960er Jahren war es erstmals möglich, Patient_innen automatisch zu überwachen. Selbstständige Monitorsysteme überprüften Vitalwerte, unter anderem Herz- und Atemfrequenz Temperatur sowie Blutdruck und informierten das Pflegepersonal über Abweichungen.

Der VEB Messgerätewerk Zwönitz bei Chemnitz entwickelte in den 1960er Jahren die ersten Patient_innenüberwachungssysteme der DDR. Mit den Biomonitoren der ersten und zweiten Generation versorgten sie das Gesundheitssystem bis zur Auflösung des Werks 1990. Das Werk entwickelte weitere medizinische Messinstrumente wie Elektrokardiografen (EKG) und Elektroenzephalographen (EEG).

Im Zuge der "sozialistischen ökonomischen Integration" exportierte die Firma ihre medizinischen Geräte auch ins sozialistische Ausland. Gleichsam wurde das Gesundheitssystem der DDR auch mit Apparaten von Firmen wie Chirana und Tesla aus der ehemaligen ČSSR versorgt.


Im Schaudepot konnten die Besuchenden Geräte der Sammlung näher betrachten. Über QR-Codes konnten sie Informationen zu den Objekten auf museum-digital abrufen. Foto: Cora Kunz

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