Stressmessungen - symptome von stress


Station Stressmessungen. Foto: Cora Kunz

Stress kann sich in körperlichen und psychologischen Erscheinungen bemerkbar machen. Seit den 1950er Jahren wurde versucht, Stress auf unterschiedlichen Wegen zu vermessen. Auch Vitalmessgeräte wie Biomonitore und Elektrokardiographen (EKG) wurden eingesetzt, um Stress zu quantifizieren.

Daneben wurde versucht, Stress über andere Veränderungen im Körper nachzuweisen. Beispielsweise wurde die Konzentration von Stresshormonen in Körperflüssigkeiten bestimmt – u. a. die von Cortisol im Speichel – oder es wurden schweißbedingte Veränderungen in der Leitfähigkeit der Haut beobachtet.

Generell ist Stress mit physikalischen oder chemischen Methoden schwer nachweisbar. Deshalb wurden und werden in der Medizin oft psychologische Skalen eingesetzt, die auf den Angaben der Patient_innen beruhen.


Die Abbildung entstammt der Abhandlung "The Mastery of Stress" von Daniel H. Funkenstein, Stanley H. King und Margaret E. Drolette, die 1957 erschienen ist. Mit unterschiedlichen Methoden untersuchten die Autor_innen Stress bei 125 Studierenden des Harvard College. Auch Blutdruck und Puls wurden hierbei gemessen. Die EKG-Kurve auf der linken Seite wurde mit einem Ballistokardiographen erfasst. Auf der Abbildung sind die Proband_innen in drei Gruppen unterteilt. Funkenstein, King und Drolette unterschieden drei Muster der Reaktion auf Stress. "Anger out" (nach außen gerichtete Frustration) brachten sie mit einem Überschuss an Adrenalin in Zusammenhang, „Anger in“ (nach innen gerichtete Frustration) und "Anxiety" (Angst) mit einem Überschuss an Noradrenalin.

Der digitale Stresssalon