Schaudepot
Durch die Entwicklung integrierter elektronischer Schaltkreise in den 1960er Jahren war es erstmals möglich, Patient_innen automatisch zu überwachen. Selbstständige Monitorsysteme überprüften ...
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Diese Station wurde im Rahmen des "Stressseminars" von René Kohrs erarbeitet.
Der Biomonitor BMT 5221 überwachte die Vitalfunktionen von Patient_innen. Er wurde im Klinikbetrieb in den 1980er Jahren vor allem auf Intensivstationen in der DDR eingesetzt.
Biomonitore waren modular aufgebaut. Unterschiedliche Parameter wurden von unterschiedlichen Modulen gemessen, die durch standardisierte Farben gekennzeichnet waren, damit sie leichter identifiziert und auseinandergehalten werden konnten. Der BMT 5221 konnte Puls (braun), Herzfrequenz (rot), Blutdruck (grün), Atemfrequenz (blau) und Körpertemperatur (gelb) anzeigen. Auch Messanschlüsse, die Patient_innen mit dem Gerät verbanden, waren in denselben Farben markiert.
Einige der von den Biomonitoren erfassten Vitalwerte können als Indikatoren für Stress dienen. Heute beziffern Wearables (Smartwatches, Fitness-Tracker etc.) Stress, indem sie ähnliche Parameter wie der BMT 5221 messen. Die klinische Überwachung fand in neuen Formen Eingang in den Alltag.