Live Repair
An der Station "Live Repair" konnten die Besuchenden live miterleben, wie Sebastian Eigler den RFT Dreikanal-Elektrokardiograph 3 NEK-1 wieder instand setzt.
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Um Vitalparameter anzeigen zu können, wurden Biomonitore seit den 1960er Jahren auf verschiedenen Wegen mit Patient_innen verbunden. Zur Messung der Körpertemperatur wurden Temperaturmesswandler in Körperhöhlen eingebracht. Die Atemfrequenz wurde über in oder an der Nase angebrachte Atemwandler in elektronische Signale transformiert. Das EKG wurde über verschiedene Arten von Elektroden – beispielsweise Saug- oder Nadelelektroden – abgeleitet. Noch vor der Geburt wurden Menschen zuweilen über spezielle EKG-Elektroden mit Fetalmonitoren verbunden.
Um den Blutdruck zu messen und ihn in elektronische Signale umzuwandeln, kamen in der Patient_innenüberwachung direkte und indirekte Methoden zum Einsatz. Die Geräte in der Ausstellung maßen den Blutdruck über den direkten Kontakt mit dem Blut. Hierbei gab es wiederum zwei Varianten von Druckmesswandlern. Miniaturdruckmesswandler konnten über eine Sonde in das Kreislaufsystem eingebracht werden und den Druck direkt am gewünschten Ort messen. Für die routinemäßige Überwachung des Blutdrucks kamen in der Regel Messwandler zum Einsatz, die sich außerhalb des Körpers befanden.
Die ausgelegten Geräte sind Vertreter der zweiten Variante. Über einen Katheter oder eine Kanüle wurde der Blutkreislauf mit dem an einem Stativ oder Armband angebrachten Druckmesswandler verbunden, der wiederum an einen Biomonitor angeschlossen wurde. Zwischen Katheter bzw. Kanüle und Messwandler befand sich ein Doppelhahnsystem. Dieses diente nicht nur der Befüllung des sensiblen Messsystems, es ermöglichte z.B. auch die Blutentnahme und die Verabreichung von Arzneimitteln. Die Auslage zeigt, wie das Doppelhahnsystem auf die Messung vorbereitet wurde.
Neben dem Blutdruck konnten die Druckmesswandler auch andere Drücke messen. In der Geburtshilfe konnten sie über einen Katheter mit der geöffneten Fruchtblase verbunden werden, um den intraamnialen Druck zu bestimmen, und auch bei der Messung des Drucks im Schädelinnenraum oder in der Harnblase wurden sie verwendet. Für die Messung des Sauerstoffpartialdrucks produzierte der VEB Messgerätewerk Zwönitz zeitweise spezielle Druckmesswandler und Messeinschübe.